Sturmflutwarnung für die Lübecker Bucht – wir ziehen ins Wohnmobil um

Geschrieben von renate lorenzen am 16. Oktober 2009 | Abgelegt unter Allgemein

Seit zwei Tagen haben wir Nordwind. Die Sonne scheint, und die Luft ist klar. Aber … es ist kalt. Ich habe inzwischen große Probleme von und an Bord zu kommen. Um vom Steg zu kommen, benötigen wir Gummistiefel. So freue ich mich, dass wir am Mittwoch (14.10.09) nach Kiel fahren. Wir haben unter anderem am herbstlichen Thiessenkai fotografiert – einige der Fotos werden wir demnächst noch veröffentlichen.

Hochwasser Grossenbrode 1_500x375

Der Bug steht hoch über dem Steg.

Ursprünglich hatte ich geplant, über Laboe zurückzufahren, doch im Radio gibt es eine Sturmflutwarnung für die Ostseeküste. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erwartet für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in der gesamten Lübecker Bucht Wasserstände, die 1,25 – 1,50 Meter über dem mittleren Wasserstand liegen können. Also machen wir uns auf direktem Weg nach Großenbrode auf.

Der Wind ist hier gar nicht so stark, aber an anderen Stellen in der Ostsee weht es stürmisch. Das bedeutet, dass der Nordwind die Wassermassen in die Lübecker Bucht drückt.  Ich komme nur mit Mühe an Bord und stelle mir vor, dass ich in 4 – 5 Stunden vielleicht gar nicht mehr vom Schiff runterkomme, und wir beschließen ins Wohnmobil umzuziehen, denn die nächsten Tage soll es auch nicht unbedingt besser werden. Nach zwei Stunden haben wir alles Nötige umgepackt, die Leinen am Schiff für steigende Wasserstände korrigiert und unser Wohnmobil auf dem Stellplatz in der Nähe des Yachthafens untergebracht. Hier sind wir näher am Hafen und können nach unserem Boot gucken.

Zur Information: In Großenbrode gibt es zwei Stellplätze. Direkt am Großenbroder Binnensee befindet sich der Stellplatz des Wassersportzentrums, er liegt zwar etwas abseits vom Ort, doch eben günstiger zum Yachthafen. Er wird auch gern von Anglern angefahren, die hier ihr Boot slippen können. In der Nähe zur Promenade am Südstrand befindet sich der gut ausgestattete Wohnmobilhafen Reise, der zentraler im Ort liegt und über ordentliche Sanitäranlagen verfügt. Preislich gibt es keine großen Unterschiede.

Um 23.00 Uhr gehen wir nochmal zum Steg, um uns den Wasserstand anzusehen. “eilunh tau” ist sicher festgemacht.

Hochwasser Grossenbrode 2_500x375

“eilunh tau” an ihrem Liegeplatz

Der Wasserstand hat zu dem Zeitpunkt jedoch seinen Höchststand noch nicht erreicht. Am nächsten Morgen kann man aufgrund der vielen Algen auf dem Steg und der Mole ahnen, dass der Wasserstand erheblich höher gewesen sein muss. Immer noch rollen hohe Wellen auf die Mole und überspülen sie. Wir hören später im Radio, das die Sturmflut nicht so schlimm gewesen ist, wie sie angekündigt wurde.

Mole Grossenbrode_500x375

Große Wellen überspülen die Mole am Großenbroder Binnensee.

Hochwasser Grossenbrode_500x375

Algenmassen auf der Verlängerung der Südstrand-Promenade Großenbrode

Hochwasser Grossenbrode 4_500x375

Überspülter Stegzugang mit “eilunh tau” an ihrem Liegeplatz

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben