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Das Heimatmuseum in Gingst – Handwerkerstuben

Efeuhaus von WestDas Museum ist 1971 auf Initiative von Gingster Schülern entstanden. In zwei Fachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert wird die Geschichte der ansässigen Handwerker dargestellt. Anhand von unzähligem Inventar und Arbeits- und Wohnräumen  wird das Leben der unterschiedlichen Handwerker – Schuhmacher, Schneider, Weißnäherinnen, Schmied und Weber - gezeigt. Weitere Ausstellungsstücke sind Spielsachen, Küchen und landwirtschaftliche Geräte. Erwähnenswert ist auch die einzigartige Fingerhutschau. Im Sommer ist auf dem Museumshof ein Café geöffnet.

Öffnungszeiten:
täglich 10.00 – 17.00 Uhr (Juni bis August)
Mo – Sa 10.00 – 17.00 Uhr (Mai und September)
täglich 10.00 – 16.00 Uhr (Oktober)
Mo - Fr 10.00 –16.00 Uhr (November bis April)
sonst auf Anmeldung

18569 Gingst auf Rügen
Telefon (038305) 304
Fax (038305) 55155
Email: museum-gingst@t-online.de
www.historische-handwerkerstuben-gingst.de

 

Jacobikirche Gingst

Die Jacobikirche ist ein spätgotischer Backsteinbau, der aus dem 14. Jahrhundert stammt. Die Kirche wurde mehrmals durch Feuer beschädigt. Nach einem Feuer im Jahre 1726 erhielt die Jacobikirche eine Stuckdecke und ihre barocke Ausstattung. 1790 wurde  die spätbarocke Orgel des Stralsunder Baumeisters Christian Kindt eingebaut. Wertvolle Ausstattungsstücke sind außerdem eine Taufe mit hölzernem Deckel (1736), die prachtvolle Kanzel (1743) sowie der Hauptaltar aus dem Jahr 1776. Außergewöhnlich ist die mittelalterliche Mordwange aus dem 18. Jahrhundert, die als Grabplatte diente.

Eine Mordwange ist ein Gedenkstein, der als Sühnestein dient. Er wurde aufgestellt zur Mahnung nach einem Mordvergehen. Die Mordwange von Gingst wurde als Mahnung an dem Mord des ersten Pfarrers von Gingst, der erschlagen wurde, an der Ostseite der Kirche aufgestellt. Ca. 200 Jahre später wurde der Sühnestein im Jahre 1718 zur Grabstele für Alexander von der Osten und seine Gemahlin umgewidmet.

18569 Gingst

 

Rügen - Miniaturenpark

Im Miniaturenpark Rügen ist der Nachbau der Insel Rügen zu sehen. Weiterhin sind 70 weitere Modelle ausgestellt, wie z.B. der Deutsche Reichstag, der Notre Dame, der Koloss von Rhodos, das Weiße Haus, Mount Rushmore und viele mehr. Die Modelle stehen in einer schönen Parklandschaft. Mit der Parkeisenbahn „Emma“ können die Besucher durch den Park fahren.

Öffnungszeiten:
Di – So 10.00 – 18.00 Uhr (Ostern – Ende Juni)
Täglich 10.00 – 19.00 Uhr, Do bis 22.00 Uhr (Juli und August)
Di – So 10.00 – 17.00 Uhr (September und Oktober)
 

Mühlenstr. 22 b
18569 Gingst
Telefon (038305) 55055
Fax (038305) 60049
Email: info@ruegenpark.de
www.ruegenpark.de

 

St. Johannes in Schaprode

Inmitten von reetgedeckten Häusern liegt die gotische Backsteinkirche St. Johannes, die im 13. und 14. Jahrhundert erbaut wurde, und damit die drittälteste Kirche von Rügen ist. Der quadratische Westturm gekrönt von einem achtseitigen Spitzhelm wurde 1668 angefügt. Da er gut sichtbar ist, ist er eingetragene Landmarke für Seefahrer.

Die Innenausstattung stammt größtenteils aus dem Barock, die Triumphkreuzgruppe aus dem späten Mittelalter. Auch die Besichtigung der außergewöhnlichen Grabplatten der Familie von Platen, einem alten Adelsgeschlecht auf Rügen, lohnt sich.

18569 Schaprode

 

Gut Granskewitz

Drei Kilometer von Schaprode entfernt liegt das Gut Granskewitz. Das Gut kann nicht besichtigt werden, da es als Wohn- und Verwaltungsgebäude genutzt wird. Erlaubt ist ein Rundgang über den Wall.

Die Ursprünge des Gutes gehen auf eine Burggründung im Jahre 1170 zurück. Diese Burg war die Stammburg der Familie von Platen und die Anlage blieb in ihrem Besitz bis in das 19. Jahrhundert hinein.

Vor dem Hauseingang steht eine Fünte, die aus dem Mittelalter stammt, und bei Umgrabearbeiten im Garten gefunden wurde.

18569 Schaprode

Kleiner Exkurs:

Der Götakanal – ein Jahrtausendbauwerk

Die Familie von Platen brachte einen ganz bekannten Baumeister hervor – Baltzar Bogislaus von Platen, auf dessen Initiative hin der Götakanal Anfang des 19. Jahrhunderts entstand.

Baltzar von Platen, auf einem Gut in der Nähe von Schaprode geboren, kam mit dreizehn Jahren auf die Kadettenschule in Karlskrona/Südschweden. Für Schweden kämpfte er 1788 in der Schlacht von Hogland und geriet in russische Gefangenschaft.

Baltzar von Platen1801 übernahm von Platen, inzwischen Admiral, die Leitung des Trollhätte-Kanals, der seit 1779 Schwedens Westküste mit dem Vänern-See verbindet. Von Platen fand bei Studien im Archiv Pläne von einem Kanal, der bis an die Ostküste von Schweden reichen sollte. Er erkannte die wirtschaftliche und strategische Bedeutung dieses Projektes und begann die Idee umzusetzen. Ein Kanal, der die Westküste von Schweden mit der Ostküste verbinden würde, würde nicht nur den Wasserweg verkürzen, sondern auch den schwedischen Schiffen den dänischen Zoll im südlichen Öresund ersparen.

Von dieser Idee inspiriert unternahm er auf eigene Kosten eine Reise, um die Strecke zu erkunden. Er verfasste einen Bericht, den er 1806 beim schwedischen König einreichte. Gustav IV. Adolf gab zwei Jahre später die Umsetzung des Projektes frei und übertrug Baltzar von Platen die Leitung des Kanalbaus. Sechzigtausend Menschen arbeiteten an dem Bau. Der Rüganer wurde zum Staatsrat ernannt und wurde Reichstatthalter in Norwegen.

Die Fertigstellung des Kanals im Jahre 1832 erlebte von Platen jedoch nicht mehr. 3 Jahre nach seinem Tode wurde der Bau der Strecke vom Vänern-See zur Ostküste beendet. Begraben wurde von Platen in Motala, einer kleinen Stadt an der berühmten Wasserstraße liegt.

58 Schleusen ermöglichten es den Schiffen, 91,8 Meter Geländehöhe und die Gesamtlänge von 190,5 Kilometern zu überwinden. 2007 jährt sich die Fertigstellung des Kanals zum 175. Male. Heute ist der Götakanal die größte Touristenattraktion in Schweden, und fast jeder Wassersportler an der Ostsee träumt davon, einmal durch den Götakanal zu fahren.

Weitere Informationen zum Götakanal:
www.gotakanal.se

 

Mönchstein von Schaprode

Wenn man an den Ortseingang von Schaprode geht, trifft man auf ein steinernes Denkmal. Die Ursprünge sind bis heute nicht eindeutig geklärt – viele Geschichten und Sagen ranken sich um seine Bedeutung.

Der Stein ist ca. 2,50 Meter hoch. Der obere Teil ist eine runde Scheibe. In der oberen Hälfte sind links und rechts zwei Kruzifixe zu sehen. Die Inschrift ist verwittert. Sie besteht auf der einen Seite aus fünf Zeilen, auf der anderen Seite aus einer Zeile. Zwei schräg liegende Wappen sind andeutungsweise zu erkennen.

Sinngemäß interpretierte z.B. der Kunsthistoriker Lemcke aus Stettin den Text (1916), dass jeder, der vorbei geht, ein wenig verweilen und ein Gebet für den hier Ermordeten sprechen soll. Er bringt diese Mordwange (Sühnestein) in Verbindung mit der Familie von Platen. Reimann von Platen soll hier 1368 zusammen mit seinen Söhnen von Unbekannten erschlagen worden sein. Ein Assistent des Kunsthistorikers beschreibt jedoch, dass die Inschrift des Steines damals nicht mehr zu entziffern war.

18569 Schaprode

 

St. Katharinenkirche Trent

Die Backsteinkirche wurde 1311 erbaut. Aus der Zeit um 1400 entstand der kreuzrippengewölbte Chor. Um 1500 wurden das Langhaus als dreischiffige Halle und der Kirchturm errichtet. Die geschweifte Haube erhielt der Turm um 1600.

Die wertvolle Innenausstattung besteht unter anderem aus einer Taufe (1300) einem kunstvoll geschnitzten Barockalter (um 1750), einem als Laube geformten Beichtstuhl (1754) und einem Taufständer. Sehenswert sind die Epitaphen für die Patronatsfamilie von Platen.

18569 Trent

 

Herrenhaus Venz

Das Herrenhaus, das nur von außen zu besichtigen ist, liegt in dem kleinen Ort Venz, der zur Gemeinde Gingst gehört. Früheste bekannte Besitzer waren Mitglieder der Familie Raleke (1486), von denen Jürgen von Platen es im Jahre 1563 erwarb. Es blieb im Besitz der Familie von Platen bis zur Enteignung im Jahr 1945. Ab der Zeit wohnten Familien in dem Gebäude. Zwischenzeitlich war auch der Rat der Gemeinde hier untergebracht.

Bekannt ist das Herrenhaus Venz dadurch, dass der spätere Feldmarschall von Blücher in seinen Jugendjahren hier seine Ferien verbrachte.

Giebel, Zwerchhaus, Portal und Fenster erhielten ihre heutige Gestalt bei einem großen Umbau am Ende des 17. Jahrhunderts. Rest eines Wohnturmes mit Rundbogenfenstern sind zu erkennen. Verschiedene Gewölbe sind im Herrenhaus vorhanden – ein Kreuzgratgewölbe im Kellergeschoß, ein Tonnengewölbe in der Küche des Erdgeschosses und ein Kreuzgewölbe im Eckzimmer des Wohnturmes.

18569 Venz

 

St. Marienkirche Waase

Erbaut wurde die Kirche im 15. Jahrhundert. Die Kirche von Waase ist bekannt durch den schönsten Schnitzalter Norddeutschlands und durch einen seltenen Bronzeleuchter aus dem 14. Jahrhundert.

Spannend ist die Geschichte des Schnitzaltars, der aus Eichenholz besteht und bemalte Klappflügel hat. Er wurde 1520 in Auftrag gegeben und stand ursprünglich in der Stralsunder Nikolaikirche. Den Stralsundern gefiel der Altar nicht mehr, so dass sie ihn für wenig Geld auf die Insel Ummanz verkauften. Irgendwann sahen sie ihren Fehler ein und wollten den Altar zurück. Aber auch gerichtliche Schritte, die eingeleitet wurden, brachten den Altar nicht mehr nach Stralsund.

18569 Waase

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