Wendtorf Maritimes
Leuchtturm Kiel
Bei guter Sicht sehen Sie vier Seemeilen vor der Küste mitten in der Ostsee den Leuchtturm Kiel. Er dient zum einen als Leitfeuer im Bereich der Kieler Bucht, und der Turm beherbergt zum anderen eine unbemannte Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes.
Mitte der sechziger Jahre wurde der Leuchtturm auf einem Fundament aus Stahlbeton errichtet und ersetzte ab 5.7.1967 das Feuerschiff „Kiel“. Er erhielt eine rechtwinklige Form, und zwar steht weist die rechtwinklige Spitze genau nach Nordosten, da aus dieser Richtung der höchste Seegang zu erwarten ist.
Strom erhält der Leuchtturm über ein Seekabel, das in der Nähe des Leuchtturms Bülk Verbindung zum Landnetz hat. Notstromaggregate stehen für den Fall eines Netzausfalls auf dem Turm bereit. Das Wasser- und Schifffahrtsamt in Travemünde übernimmt die automatische ferngesteuerte Überwachung des Leuchtturms.
„Museumshafen“ Probstei
Der Museumshafen Probstei betreibt zur Zeit noch keinen eigenen Hafen. Der Verein „Freunde alter Schiffe“ besitzt vereinseigene Schiffe, die verstreut in Flensburg, Kappeln, Eckernförde, Kiel, Strande und Laboe liegen. Ziel des Vereins ist es, die traditionelle Segelschifffahrt zu erhalten und so bald wie möglich, einen eigenen Hafen zu errichten.
Wichtige Aktivitäten des Vereins sind die Beeke Sellmer Wettfahrt im Sommer, die Leuchtturmfahrt zum 1. Advent, Lesungen und Musikveranstaltungen auf den historischen Seglern sowie die Tüdelbandregatta nach Sonderburg.
Beeke Sellmer war die Begründerin der Fördeschifffahrt, die Mitte des 19. Jahrhunderts mit einem Wadenboot – ein typisches Fischerboot für die damalige Zeit - die Förde querte.
www.museumshafen-probstei.de
Wadenboot „Beeke Sellmer“
Das Wadenboot ist ein über 8 Meter langes Holzboot, mit dem hauptsächlich gesegelt wird, das aber gegebenenfalls auch gerudert werden kann. Das Wadenboot erhält seinen Namen durch die Wadenfischerei. Waden sind Fischfanggeräte der Binnen-, Küsten und Hochseefischerei, mit denen man die Fische durch Umschließen der Netzwand (Wade) am Entweichen hindert.
Beeke Sellmer setzte ein Wadenboot erstmals 1857 für den regelmäßigen Fährverkehr über die Kieler Förde ein. Wenn Wind war, konnte gesegelt werden. Herrschte jedoch Windstille, mussten die Passagiere auch schon mal rudern. Doch der Landweg nach Kiel war damals im allgemeinen weitaus beschwerlicher und dauerte auch länger. Beeke Sellmer wurde mit dieser Idee die erste Unternehmerin Schleswig-Holsteins. Sie war bereits 59 Jahre alt, als sie diese Tätigkeit hauptberuflich aufnahm – ganz ungewöhnlich für eine Frau ihres Alters und für die Zeit, in der sie lebte.
Die Gemeinden Laboe und Schönberg haben in Zusammenarbeit mit dem Verein „Museumshafen Probstei“ (siehe oben) nach alten Originalplänen das Wadenboot gebaut. Finanzielle Unterstützung erhielten Sie durch das Land Schleswig-Holstein. Über 28 ABM-Stellen des Arbeitsamtes bekamen sie Hilfe für die Fertigstellung des Wadenbootes.
Für Interessierte werden im Sommer Segeltörns mit der „Beeke Sellmer“ auf der Kieler Förde angeboten.
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