Keine Umsatzsteuerermäßigung für Sportboothäfen

Geschrieben von Renate Lorenzen am 29. Juli 2010 | Abgelegt unter Aktuelles, Wassersport, Wassersportbranche

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat mitgeteilt, dass für die Vermietung von Bootsliegeplätzen der reduzierte Mehrwertsteuer-Satz von 7% keine Anwendung finden kann. Bei Umsatzsteuerermäßigungen ist die Bundesregierung an die EU-Richtlinie 2006/112/EG gebunden. Diese gestattet Ermäßigungen für einen abschließend aufgeführten Katalog von Dienstleistungen. Bootsliegeplätze gehören jedoch nicht dazu.

In dem Verzeichnis sind wohl aber Campingplätze aufgeführt, die bei einer kurzfristigen Vermietung (bis zu 6 Monaten) von der Umsatzsteuerermäßigung profitieren. Das sorgt für Unmut in der Sportboothafenbranche. „Wir fühlen uns klar benachteiligt. Zwischen der kurzfristigen Vermietung von Landflächen und der Vermietung von Wasserflächen besteht kein erkennbarer Unterschied.“, so der Vorsitzende der Vereinigung Deutscher Sporthäfen Frank Engler.

In der Pressemeldung des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft e.V. heißt es weiterhin: „Das sieht das BMF wohl ähnlich, ist aber an die Vorgaben aus Brüssel gebunden. Der Bundesverband Wassersportwirtschaft will die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen und in Brüssel über den europäischen Dachverband vorstellig werden.“

(Quelle: Pressemitteilung Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V. vom 19. Juli 2010 – www.bvww.org)


121. Travemünder Woche aktuell: Viertes Tornado-WM-Gold für Gäbler

Geschrieben von Renate Lorenzen am 29. Juli 2010 | Abgelegt unter Events, Segelsport, Wassersport

Bei der 121. Travemünder Woche fuhr der 45-jährige Roland Gäbler am Mittwoch (28. Juli) mit seiner dänischen Ehefrau und Vorschoterin Nahid zu seinem vierten WM-Titel und setzte sich damit gegen die griechischen Olympia-Zehnten von 2008, Iordanis Paschalidis/Konstantine Trigonis, durch. Bronzerang erreichten die Zarnekauer Brüder Helge und Christian Sach.

In einem mitreißenden Finaltag der manroland Tornado-WM, der mit schwachen Winden begann und in kräftigen Schauerböen endete, zog Altmeister Roland Gäbler alle Register seines Könnens und erhielt dafür den verdienten Lohn. Vor laufenden TV-Kameras unter dem langanhaltenden Beifall der zahlreichen Zuschauer nahm das Ehepaar die WM-Trophäen entgegen und lauschte schließlich der zu ihren Ehren abgespielten Nationalhymne.

„Wir sind völlig überwältigt, damit haben wir im Traum nicht gerechnet. Das ist die Krönung meiner Segelkarriere. Das müssen wir jetzt erst einmal verdauen“, freute sich der Olympiadritte von 2000. Nahid und Roland Gäbler segeln erst seit einem Jahr zusammen. Drei erste und drei zweite Ränge sowie einen dritten Rang brachte das Ehepaar Gäbler in die Wertung ein und standen schon vor dem letzten Rennen als Sieger fest. Damit konnten sie sich zum Abschluss mit Platz sechs auch einen Ausrutscher leisten, ohne von den Griechen noch von der Spitze verdrängt zu werden.

Die Sach-Brüder, die vor Jahren auf den etwas kleineren Formula-18-Kat umgestiegen sind, schoben den Tornado ohne vorheriges Training direkt aus dem Lager ins Wasser. Auf ihrem Hausrevier mussten sie sich erst wieder auf das ehemalige Olympia-Boot einstellen. „Außerdem hatten wir noch einige kleine Arbeiten an dem Boot zu erledigen. Wir bekamen die Kiste im Laufe der Tage zwar immer besser in den Griff, aber es war eben noch nicht gut genug. Roland ist stark gesegelt, und wir haben ein paar Fehler gemacht“, berichtete Steuermann Helge Sach. Ein Patzer mit Platz zehn zum Start in den letzten Regattatag brachte die Zarnekauer Brüder um alle Titelchancen, die Australier Brett Burvill/Ryan Duffield hielten sie im Kampf um die Bronzemedaille aber deutlich auf Distanz.

Hier finden Sie die Ergebnislisten aller Regatten der 121. Travemünder Woche.

(Quelle: Pressemitteilung Travemünder Woche vom 28. Juli 2010)



Henri Lloyd

121. Travemünder Woche aktuell: Lübecks Uni-Präsident gewinnt Rotspon Cup

Geschrieben von Renate Lorenzen am 29. Juli 2010 | Abgelegt unter Events, Segelsport, Wassersport

Uni-Präsident Professor Peter Dominiak schlug am Mittwochmittag (28. Juli) bei seinem ersten Segeltörn überhaupt Bürgermeister und Mitstreiter Bernd Saxe beim Rotspon Cup – einem Matchrace-Duell Boot gegen Boot. 2:1 lautete der Endstand dieser Regatta, die Saxe 2004 in Anlehnung an die Entstehung der Travemünder Woche im Jahr 1888 wiederbelebt hatte.

Der Hauptveranstalter der Travemünder Woche – der Lübecker Yacht-Club (LYC) – hatte für den Showdown auf der Trave zwei Drachen mobilisiert, ein ehemals olympisches Boot. Wegen seiner prominenten Eigner wird dieses Boot gerne als Königklasse bezeichnet.

Das Boot von Bürgermeister Saxe, der mit Skipperin Tanja Stemmler-Jacobs und dem scheidenden Organisationsleiter der Travemünder Woche Claus-Dieter Stolze startete, ging zunächst mit 1:0 in Führung. Doch Rumpf an Rumpf kämpfte sich der Professor mit Bootseigner Horst Ströh und Rüdiger Karsten als Crew im zweiten Lauf am Gastgeber vorbei. Nach dem Ausgleich zum 1:1 gab es an Bord des dunkelblauen Drachen für jeden einen Schluck Sherry und damit die notwendige Motivation, auch das Finale für sich zu entscheiden. „Ich habe alles getan, was meine Mannschaft mir gesagt hat zu tun“, erklärte Dominiak seine einfache, aber erfolgreiche Taktik, nachdem er am Ende rund hundert Meter vor dem Verwaltungschef der Hansestadt die Ziellinie an der Überseebrücke 1 überquerte. „Nun werde ich Segeln lernen“, versprach der gebürtige Darmstädter.

Thomas Timm, Vertriebsdirektor Firmenkunden der Sparkasse zu Lübeck als Sponsor des Rotspon Cups und Unterstützer der Travemünder Woche, übergab den verdienten Lohn an den Sieger - eine Sechs-Liter-Flasche Lübecker Rotspon, jener in Lübecker Eichenfässern gereifter Bordeaux-Rotwein aus dem Hause „von Melle“.

(Quelle: Pressemitteilung Travemünder Woche vom 28. Juli 2010)


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