TV-Tipp Ostsee – Januar 2012

Geschrieben von Renate Lorenzen am 31. Dezember 2011 | Abgelegt unter Januar 2012, TV-Tipp Ostsee

Litauen – Grünes Land am Ostseestrand

Film von Uldis Ceculis
Redaktion: Wolf Lengwenus

Ein Land zwischen Sanddünen und urwüchsigen Wäldern, durchzogen von tiefen Flusstälern und ausgedehnten Seenlandschaften: Das ist Litauen – das grüne Herz Europas. Denn hier liegt tatsächlich der geografische Mittelpunkt Europas. Ein einzigartiger Lebensraum für Biber und Störche, Wisente und Elche.

Litauen, das ist auch die Heimat von Kazimieras Mizgiris. Der leidenschaftliche Naturfotograf und Bernsteinsammler erfüllt sich einen lang gehegten Traum – ein ganzes Jahr lang durchstreift er die vier historischen Regionen Litauens: Im Frühling wird Kazimieras Zeuge des Vogelzugs an der Ostseeküste, im Sommer trifft er auf Wildschweine in den sanften Hügellandschaften Oberlitauens, im Herbst beobachtet er Elche im Südosten. Seine Reise endet an den spektakulären Wanderdünen der Kurischen Nehrung. Die flüchtigen Sandformationen der weltberühmten Wanderdünen haben Kazimieras Mizgiris zur Fotografie gebracht. Doch nicht nur sie faszinieren den Naturfotografen – denn Litauen ist vielseitig und voller Überraschungen.

Die 120 Seen der Litauischen Schweiz bilden eine malerische Landschaft, nebelversunken und einzigartig. Am Delta der Memel versammeln sich alljährlich Tausende Zugvögel. Ein Naturspektakel, das auch die Greifvögel jedes Jahr zu diesem wichtigsten Nist- und Brutplatz in Litauen zieht. Wildschweine tummeln sich in den Weiten des Landes, genauso Wölfe, Wisente und Störche.

Kazimieras Mizgiris besucht die traditionellen litauischen Holzschnitzer, die nach uralten Vorlagen Motive aus der Natur, dem Christen- und Heidentum fertigen. Im südlichsten der drei baltischen Staaten ist das enge Zusammenleben von Mensch und Natur fest in der Tradition verankert. Bis heute hat dort eine abwechslungsreiche Flora und Fauna überdauert. Im Spätherbst treiben die Stürme Bernstein an die Küste von Nida. Kazimieras Mizgiris hält die schönsten Bernsteinstücke gegen die Wintersonne. Im goldgelben Licht weht der Wind seine Spuren im Sand davon …

Sendetermin: Montag, 2. Januar 2012, 11.30 Uhr, NDR Fernsehen

Typisch! Eisiger Job – Die letzten Klappfischer vom Bodden

Film von Udo Tanske
Redaktion: Birgit Müller

Norbert Breuer und Joachim Galla sitzen weit draußen auf dem zugefrorenen Bodden vor einem Eisloch und klopfen mit zwei Knüppeln immer wieder auf eine ins Eis geschobene Holzbohle. Durch das rhythmische Klappern werden die Fische in die unter das Eis geschobenen Netze getrieben. Klappfischen nennt sich diese Art des Fischens und Norbert Breuer ist einer der letzten Klappfischer auf dem Bodden. “Ich habe das Fischen noch bei meinem Vater gelernt”, erzählt er. Sein Vater Heinz ist 80 Jahre alt, auch er besucht die Jungs noch manchmal im Hafen von Bodstedt, aber nur um zu gucken, was sie so fangen.

Für diesen Job muss man früh starten. Zusammen mit seinem Kumpel Joachim Galla, der Norbert im Winter ab und zu mal hilft, geht es bei Sonnenaufgang los – bewaffnet mit langen Stangen, Kettensäge und Netzen machen sie sich auf den Weg ins Eis – ganz ungefährlich ist die Sache nicht. Wenn das Eis dick genug ist, fahren die beiden mit ihren Mopeds und Schlitten auf den zugefrorenen Bodden. Zehn Zentimeter muss das Eis schon dick sein, um es gefahrlos betreten zu können. Es gibt immer wieder Stellen mit dünnerem Eis und sogar Wasserlöcher. Ein Job, den nur erfahrene Fischer wagen.

Sendetermin: Montag, 2. Januar 2012, 13.00 Uhr, NDR Fernsehen

Bilderbuch: Dänemark – Bornholm

Film von Manfred Uhlig
Redaktion: Andreas Reichstein

Die dänische Ostseeinsel Bornholm vereint auf wenigen Quadratkilometern alle Landschaften Skandinaviens: Granitfelsen, Heideflächen, Buchenwälder und Sandstrände. Dänen bezeichnen die Bornholmer als “Reserveschweden”. Der Spott speist sich aus der Distanz: 150 Kilometer trennen die Insulaner von der Hauptstadt Kopenhagen, nach Schweden ist es dagegen nur ein Katzensprung, zum Kreidefelsen nach Rügen sind es 90 Kilometer. Und so hat die Insel einen Menschenschlag hervorgebracht, der stolz ist auf seine Eigenständigkeit und auf die Abweichung von der dänischen Norm. So wie Trine Köhlert, auf ihre Heimatinsel ist die Sonderschullehrerin nach Jahren in Kopenhagen und im Ausland unter anderem deswegen zurückgekehrt, weil sie hier mit Gleichgesinnten ihrer Leidenschaft frönen kann: der Liebe zu alten Autos. Ihr Ford A rollt seit 1932 ohne Unterbrechung auf Bornholm, Trine ist erst die dritte Besitzerin. Autos halten lange auf der Insel ohne Autobahnen. Hektik ist hier ein Fremdwort.

Dieses “Bilderbuch” stellt außerdem einen Jagdführer der dänischen Königsfamilie vor, der Rehe nach dem Vorbild von Steinzeitjägern mit Pfeil und Bogen erlegt, porträtiert einen Bäckermeister, der in seiner Freizeit Schätzen aus der Wikingerzeit nachspürt, und begleitet die Lehrerin Lisa Johnsen, die auf einer Nachbarinsel von Bornholm den Job ihres Lebens gefunden hat: Auf Christiansö gibt es nur zwölf Schulkinder – und drei davon sind ihre eigenen.

Sendetermin: Montag, 2. Januar 2012, 14.15 Uhr, NDR Fernsehen

Estland – Wölfe, Biber, Bären

Film von Valdis Abols
Redaktion: Wolf Lengwenus

Estland hat Küstenlandschaften wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: schroffe und zerfurchte Felsen, dann wieder sandig und weicher Strand, bewachsen mit dichten Kiefernwäldern, weite Moore, glasklare Seen und über 1.500 Inseln. Auf einer davon lebt Jaan Tätte. Der international bekannte Theaterautor und Sänger studierte ursprünglich Biologie und hat die Liebe zur Natur nie verloren. In jeder freien Minute ist er draußen unterwegs, beobachtet Tiere und sammelt Anregungen für seine Lieder und Texte. Sein Sohn Jaan Junior hat zwar viele Sommer mit der Familie auf der Insel Vilsandi verbracht, doch der Teenager tobt sich lieber im urbanen Leben der estnischen Hauptstadt Tallinn aus, spielt in einer Rockband und trifft seine Freunde.

Doch neugierig darauf, was seinen Vater immer wieder in die Wildnis treibt, ist er schon, und so begibt er sich mit ihm auf eine Reise durch die verschiedenen Regionen seiner Heimat: Kegelrobben an der Ostseeküste hat der Junior schon häufiger gesehen, Biber und Luchse hingegen noch nicht. In Estland hat man eine gute Chance, ihnen zu begegnen. Selbst große Raubtiere wie Wölfe und Bären finden in der baltischen Wildnis noch einen Lebensraum.

Sendetermin: Dienstag, 3. Januar 2012, 11.30 Uhr NDR Fernsehen

See(h)reise in den Norden

Moderation: Sabine Kühn
Redaktion: Birgit Müller

Die AIDA-Flotte aus Rostock hat die internationale Kreuzfahrt verändert. Nicht steif und teuer ist angesagt, sondern fröhlich und locker. Das Geschäft boomt. Die Schiffe mit dem Kussmund sind gefragt.

Ein NDR Team hat für eine Schnupperreise auf der “AIDAblue” angeheuert und nimmt Kurs auf Nordeuropa. Moderatorin Sabine Kühn entdeckt die vielen Angebote an Bord des Kreuzfahrtriesen: jeden Abend eine neue Show im Theatrium, Unterhaltung in den verschiedensten Bars mit dem ersten Brauhaus auf dem Meer, Rundumbetreuung im Kids-Club, Action bei den Fitnessangeboten. Wer möchte, kann auch direkt im bisher größten SPA-Bereich auf den Weltmeeren eine Kabine buchen. Luxus, der seinen Preis hat.

In den Häfen starten dann ganz unterschiedliche Ausflüge: per Fahrrad durch Kopenhagen, oder man entdeckt die dänische Hauptstadt von der Wasserseite aus – mit dem Boot durch die zahlreichen Kanäle. In Oslo geht es per Bus auf die modernste Skisprungschanze der Welt – den Holmenkollen.

Das Fernsehteam darf auch in Bereiche, die für die Gäste tabu sind. Der Kapitän lädt auf die Brücke ein, der Küchenchef lässt in die Töpfe schauen und die Azubis sorgen bei Wartungsarbeiten im Maschinenraum für eine reibungslose Fahrt. Dazu gibt es jede Menge Seefahrtsromantik. Diese Reise macht Lust auf Urlaub im Norden.

Sendetermin: Dienstag, 3. Januar 2012, 15.15 Uhr, NDR Fernsehen

Lettland – Wildnis zwischen Russland und Riga

Film von Valdis Arbols
Redaktion: Wolf Lengwenus

Musikprofessor Valdis Muktupavels ist immer auf der Suche nach neuen Melodien. Er wandert durch seine lettische Heimat und sammelt traditionelle Lieder seiner Landsleute. Beim Brotbacken, beim Heuernten oder beim Fischfang tragen sie ihm ihre Lieder vor. Auf seinem Weg lernt Valdis, den Stimmen der Natur zu lauschen. Dem Gesang des Sprossers im Frühling, dem unheimlichen Heulen der Wölfe im Sommer, dem urtümlichen Röhren der Rothirsche im Herbst oder dem melancholischen Rufen der Singschwäne im Winter.
Inspiriert durch die Klänge der Natur komponiert Valdis kleine Melodien, schnitzt sich eine Flöte aus getrockneten Schilfstengeln, lockt Tannenmeisen mit einer Tonpfeife heran und fordert ein Rudel Wölfe mit kraftvoller Stimme zur Antwort heraus.

Valdis beginnt seine Wanderung in Riga, dem pulsierenden Mittelpunkt Lettlands. Auf einem Hochhausdach brütet die größte Seeschwalbenkolonie des Landes. In Kurzeme mit seinen langen, einsamen Ostseestränden und fruchtbaren Ebenen erlebt Valdis den Frühling, beobachtet die Bekassine bei der Balz und die Fohlen ausgewilderter Przewalski-Pferde beim Spiel. In Vidzeme durchwandert er Hügellandschaften mit unzähligen Seen, während die Bauern ringsum mit Pferdewagen die Ernte einbringen. Sein Weg führt am Rand eines großen Hochmoores vorbei, das von den Rufen der Kraniche beherrscht wird. Je weiter Valdis nach Osten kommt, desto dünner wird das Straßennetz. In Latgale, der russisch-orthodox geprägten Grenzprovinz im Nordosten, leben die Menschen in armen Dörfern. Vorbei an Elchen, Bibern und Fischottern fährt Valdis mit dem Pferdewagen durch tief verschneite Wälder zur Weihnachtsmesse und kehrt schließlich über die vereiste Daugava, Lettlands größtem Fluss, nach Riga zurück. Zu Hause angekommen, verarbeitet er seine Eindrücke in einem neuen Musikstück – eine gelungene Komposition aus lettischen Weisen und natürlichen Klängen.

Sendetermin: Mittwoch, 4. Januar 2012, 11.30 Uhr, NDR Fernsehen

Typisch! Fritten mit Fördeblick – Mutter Hansen und ihr Surfkiosk

Film von Jess Hansen
Redaktion: Christian Pipke

Der Kiosk von Elisabeth Hansen (62) steht – im wahrsten Sinne des Wortes – am Ende der Nahrungskette. Wer sich ein paar Fritten und ein kühles Bier bei ihr gönnen will, muss fast bis an den nördlichsten Punkt der Kieler Außenförde gehen. Nach ihrem Surfkiosk kommt nur noch Leuchtturm Bülk und dann die offene Ostsee.

Wegen dieser Randlage hat “Mutter Hansen” im Laufe der Jahre ganz besondere Überlebensstrategien entwickelt. Anders als viele ihrer Kollegen macht sie bei jedem Wetter auf, egal, ob es stürmt oder schneit, gewittert oder “junge Hunde” regnet. Bei Elisabeth Hansen gibt es immer etwas zu essen und zu trinken, darauf können sich ihre Kunden verlassen.

Doch nicht nur die Fritten und der selbst gemachte Kuchen sind die Reise wert, “Mutter Hansen” und ihr Kiosk sind ein Gesamtkunstwerk. Ihren einzigartiger Kundenweckruf “Currywurst Pommes” kann man – wenn der Wind günstig steht – bis zum Olympiazentrum Schilksee hören. Seit fast 40 Jahren – seit der Olympiade 1972 – hält die lebenslustige Frau den kulinarischen Außenposten an der Kieler Förde.

Mit allen ihren Gästen versteht sich Elisabeth Hansen bestens: Der Postbote frühstückt bei ihr, dafür geht er manchmal für sie einkaufen, und einige Stammgäste bleiben manchmal den ganzen Tag sitzen um zu klönen und um die schöne Aussicht auf die Förde zu genießen. Für richtig gute Geschäfte sind sonnige Sonn– und Feiertage besonders wichtig. Doch auch “Schietwetter” bringt Elisabeth Hansen nicht aus dem Konzept. Ihre Einkäufe plant sie nach dem Mondkalender. Wenn der Kalender schlechtes Wetter prognostiziert, kauft sie weniger ein und umgekehrt. Und auch deshalb gibt es bei “Mutter Hansen” auch nach 40 Jahren immer noch jeden Tag “Fritten mit Fördeblick”.

Sendetermin: Donnerstag, 5. Januar 2012, 13.00 Uhr, NDR Fernsehen

Von Meisterhand-Traditionsberufe suchen Nachwuchs – Die Bootsbauerin

Redaktion: Ansje Germann

Augenzwinkernd sagt Kirsten Dubs: “Wer mir sein Boot zur Restaurierung in die Werft gibt, vertraut mir sein Liebstes an.” Die 43-Jährige hat ihr Traditionshandwerk in Bremen-Vegesack gelernt und konnte im Jahr 2006 in Freest am Greifswalder Bodden die alte Werft von 1889 übernehmen. Die Frau aus dem Westen wurde erst skeptisch beäugt von den alten Fischern. Inzwischen hat sie sich den Respekt der Dorfbewohner erarbeitet und lebt mit einem jungen einheimischen Fischer zusammen.

Kirsten Dubs` Leidenschaft gilt den alten Holzbooten, die liebevoll durch traditionelle Handwerksverfahren restauriert werden müssen. Da liegt zum Beispiel die “Storch” in ihrer Halle – ein elegant geschwungener Seefahrtkreuzer von 1936, der den Krieg überstanden hat. Zehn Mitarbeiter putzen, schleifen und lackieren das alte Mahagonifurnier in monatelanger Gedulds- und Fleißarbeit mit der Hand. “Wir arbeiten nicht mehr wie die Wikinger”, sagt die Bootsbaumeisterin; dennoch werden Maschinen nur sehr bedacht eingesetzt.

So wird am ersten Tag ihres Praktikums auch Karla Thurm eingewiesen, die “Storch” mit der Hand zu schleifen, ohne dass Dellen entstehen. Die 21-jährige Studienabbrecherin aus Leipzig möchte unbedingt einen Ausbildungsplatz im Bootsbau bekommen. Kirsten Dubs stellt sie auf die Probe: Wird sie das handwerkliche Geschick haben, eine Werkzeugkiste mit Verzahnungen zu bauen? Und – vor allem – wird sie es aushalten, auch im Winter in der ungeheizten Halle zu arbeiten? Wird sie in dem kleinen Dorf die Großstadt nicht zu sehr vermissen?

Karla Thurm ist sehr motiviert. Sie kommt aus einem Akademiker-Haushalt, doch das Studieren liegt ihr nicht. Da ist sie lieber ein Jahr auf einem Traditionssegler mit gesegelt. Nun weiß sie endlich, was sie will: Holzbootsbau, und am liebsten bei Kirsten Dubs! Der Film begleitet die junge, moderne Frau, wie sie allmählich mit dem alten, traditionellen Handwerk zusammenwächst. In opulenten Bildern zeigt er, wie schön die Werft liegt, wie hart die Arbeit ist und wie sich die uralte Werft zwischen Romantik und Realität behaupten muss. Am Ende steht die Entscheidung: Wird Karla als Auszubildende übernommen oder nicht?

Sendetermin: Mittwoch, 11. Januar 2012, 21.00 Uhr, NDR Fernsehen

Seenotretter – Ruth, die Freiwillige an der Löschkanone

Film von Corina Rössner

Die Sendereihe “Seenotretter” zeigt Arbeit und Leben der Männer und Frauen auf den Seenotkreuzern “Theodor Storm” (SK 33), der in Büsum an der Nordsee stationiert ist, und auf der “Berlin” mit Standort Laboe an der Ostsee.

Der Notarzt als Neuling: Der 39-jährige Mediziner Stephan Rusitska wird von der Crew in Laboe genau unter die Lupe genommen. Passt er ins Team? Kann er auf dem Seenotkreuzer Patienten bei schwerer See behandeln? Vormann Micha Müller und seine Kollegen stellen ihn auf die Probe und machen ihre Späße mit ihm. Die Stimmung an Bord ist locker. Doch als es raus zum Einsatz geht, wird schnell klar: Diesmal geht es um Leben oder Tod. Und nicht immer kehren die Seenotretter als Helden zurück.

Sendetermin: Mittwoch, 25. Januar 2012, 21.00 Uhr, NDR Fernsehen

Bilderbuch – Von Stralsund nach Greifswald

Film von Karin Reiss
Redaktion: Andreas Reichstein

Porträtiert werden die vorpommerschen Hansestädte Stralsund, an der fischreichen Ostsee direkt gegenüber Rügen gelegen, und Greifswald, die kleine, aber feine Universitätsstadt. Ende des 13. Jahrhunderts traten sie dem Hansebund bei und erwarben Macht und Wohlstand. Vor allem Stralsund sieht man das an: Im Jahre 2002 wurde die Altstadtinsel von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen. Für Stralsund kam die politische Wende gerade noch zur rechten Zeit, viele Häuser drohten zu zerfallen.

Restaurator Wolf-Dietrich Thormeier hat dies miterlebt. Schon zu DDR-Zeiten setzte er sich für den Erhalt der historischen Bauten ein. Auch heute gibt es für ihn immer noch viel zu tun. Ganz besonders hat es ihm die Kirche St. Nikolai am Alten Markt angetan. Zwischen Stralsund und Greifswald liegt die Insel Koos. Sie steht unter strengem Naturschutz und ist Rast- und Brutplatz seltener Vogelarten. Für Ronald Abraham hat sich ein Kindheitstraum erfüllt: Der Hobby-Ornithologe darf als Einziger mit seiner Familie auf der Insel wohnen.

Liebhaber von Traditionsschiffen schafften es, in Greifswald einen Museumshafen zu gründen, mit rund 40 historischen Booten eine echte Attraktion für die Hansestadt. Hinrich Meier setzte sich dafür ein, dass abgewrackte Segelschiffe wieder flott gemacht wurden. Kunststudentin Ariane Dräger wohnt mit ihrer Familie auf einem schwimmenden Oldtimer. Ein Praktikum beim Caspar-David-Friedrich-Zentrum führt Ariane Dräger auf die Spuren des berühmtesten Sohnes dieser Stadt – des gleichnamigen Malers.

Sendetermin: Freitag, 27. Januar 2012, 14.15 Uhr, NDR Fernsehen

(Quelle: www.ndr.de)


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