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29. Nov. 2015

Am 30. November 2015 startet in Paris die UN-Weltklimakonferenz COP21, zu der sich zwei Wochen lang Regierungen aus aller Welt treffen, mit dem Ziel einen international gültigen Klimaschutzvertrag auszuhandeln. Vor Ort werden auch Vertreter mit Beobachterstatus des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sein.

Hauptanliegen des BUND ist, dass sich die Weltgemeinschaft auf eine Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad einigt. Zudem fordert er reichere Staaten zu größeren Anstrengungen auf. Zum Thema hat der BUND auch ein 20-seitiges Positionspapier unter dem Titel „Klimagerechtigkeit 2015“ veröffentlicht. (Link zum Positionspapier)

Aus der Presseerklärung des BUND vom 29. November 2015 ist zu entnehmen, dass Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, zum Start der Weltklimakonferenz in Paris von den Industriestaaten eine aktivere Rolle bei den Verhandlungen über einen neuen globalen Klimaschutzvertrag verlangt. Diese Staaten seien nicht nur für einen Großteil der aktuellen CO2-Emissionen verantwortlich, sondern auch für den größten Teil der in der Vergangenheit ausgestoßenen Klimagase.

„Taten statt Worte beim Klimaschutz – die Weltgemeinschaft erwartet, dass dieses Signal aus Paris kommt. Beim Ausstieg aus fossilen Energien müssen jene Staaten vorangehen, die ihre Industrien auf Kosten des Klimas ausgebaut und dabei am meisten Klimagase ausgestoßen haben“, sagte der BUND-Vorsitzende in Paris.

Kritik übt Weiger an den der zur Pariser Konferenz eingereichten nationalen Klimaschutzpläne, deren Analyse belege, dass die meisten davon nicht ausreichten, um die Erderwärmung wirksam zu begrenzen. „Die Klimaschutzpläne der EU und der USA sind mittelmäßig bis mangelhaft, die von Kanada und Japan völlig unzureichend“, so Weiger. „Kanada setzt wie Japan auf die klimaschädliche Kohleverstromung, die EU hat zu schwache Ziele beim Ausbau erneuerbarer Energien und bei der Steigerung der Energieeffizienz. Großen Nachholbedarf beim Klimaschutz haben auch die USA, vor allem wegen des hohen Pro-Kopf-Ausstoßes von etwa 16 Tonnen Kohlendioxid pro Einwohner und Jahr“, so der BUND-Vorsitzende weiter. „Vor allem diese Staaten müssen ihre Anstrengungen verstärken, um einen fairen Anteil an der Minderung der Treibhausgase zu leisten“, sagte Weiger.

Entscheidend für den Erfolg des Weltklimagipfels sind auch die Finanzierungsfragen. Besonders von Klimawandel betroffene Staaten fordern mehr Hilfen bei der Bewältigung von Klimaschäden. Zu Recht – meint der Vorsitzende des BUND. „Ärmere Länder müssen Schutzmaßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels finanzieren und eine Energieversorgung mit erneuerbaren Energien aufbauen. Dabei müssen die reicheren Länder ihnen helfen. Das Gerechtigkeits-Thema muss in Paris dringend einen höheren Stellenwert bekommen. Ohne eine gerechte Aufgabenverteilung beim Kampf gegen den Klimawandel und bei der Übernahme der Lasten wird es keinen Klimavertrag geben“, warnte Hubert Weiger in Paris.

(Quelle: Presseerklärung des BUND vom 29. November 2015)

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