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Egernsund Ausflugtipp: Papiermuseum

Das Papiermuseum befindet sich einem großen Laden (800 Quadratmeter), der wie eine Stadt mit Straßen und Marktplatz aufgebaut ist. In den vielen Häuschen der Stadt ist  eine Riesenauswahl an Papierbastel-Artikeln ausgestellt. Dazu gibt es Café und Papiermuseum.

Im Papiermuseum finden wir viele interessante Ausstellungsstücke rund ums Papier aus aller Welt. Das reicht von Papierservietten über Ankleidepuppen und Glanzbildern bis hin zu einem Kleid aus Papier. Museum und Café liegen nebeneinander, so dass die Gäste sich die Ausstellung bei einer Tasse Kaffee oder einem kleinen Snack ansehen können. Der Eintritt ist frei.

Öffnungszeiten:

Mo – Fr, 10.00 - 17.30 Uhr und Sa, 10.00 - 16.00 Uhr
Sonn- und Feiertage 11.00 - 16.00 Uhr

Papiermuseum Gråsten
Bomhusvej 3
DK-6300 Gråsten
Fon (0045) 74651817
Email Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
www.karenmarieklip.dk


Egernsund Ausflugtipp: Schloss Gråsten

Die Hauptattraktion des Broagerlandes ist sicherlich die Stadt Gråsten (deutsch: Gravenstein) mit seinem Schloss, dem Schlossgarten und der Schlosskirche. Das Schloss ist Sommerresidenz der dänischen Königsfamilie. Besichtigt werden können der Schlossgarten und die Schlosskirche allerdings nur, wenn die königliche Familie nicht im Schloss weilt. Wenn sie aber da ist, können Sie einer anderen Attraktion beiwohnen – der Wachparade mit Wachablösung. Täglich um 11.30 Uhr geht die Wache vom gelben Palais zum Schlosshof zur Wachablösung.

Das heutige Schloss wurde in zwei Etappen errichtet – der Südflügel entstand 1759 und das Hauptgebäude im Jahr 1842. Doch schon vor dieser Zeit standen hier unterschiedliche Schlossgebäude. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde an der Stelle ein Jagdschloss errichtet. Nachdem das Jagdschloss im Jahre 1603 komplett nieder brannte, wurde ein neues Schloss gebaut. Ein größeres Schloss im Barockstil entstand dann um 1700 durch den Großkanzler Frederik Ahlefeldt, doch auch dieses wurde 1757 durch ein Feuer  zerstört, nur der Nordflügel blieb durch das Feuer verschont. Das Nutzungsrecht des derzeitigen Schlosses wurde 1935 an den damaligen Kronprinzen Frederik und die Kronprinzessin Ingrid übertragen. Nach dem Tod der Königin Ingrid wird das Schloss seit dem Jahr 2000 von Königin Margrethe und Prinz Henrik als Sommerresidenz genutzt.

Der Schlossgarten ist ein romantischer Landschaftsgarten. Die Königinmutter Ingrid trug überwiegend zum Erscheinungsbild des englisch inspirierten Gartens bei. Traumhaft schön sind die großen Rhododendron- und Rosenbeete.

Die Schlosskirche hat den großen Brand im Jahr 1757 überstanden. Sie wurde 1699 eingeweiht und ist weitestgehend in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Vorbild für die Kirche war die Jesuitenkirche in Antwerpen. Von außen ist sie kaum als Kirche zu erkennen, da sie in den Nordflügel des Schlosses eingebettet ist. Der Ort Gråsten hat nie eine eigene Kirche gehabt, und so war es für die Gemeinde ein großes Glück, dass seit 1851 die Schlosskirche für Gottesdienste zur Verfügung stand.

Der Innenraum beeindruckt durch eine charakteristische barocke Ausschmückung. Die Galerie erstreckt sich über zwei Stockwerke und wird durch 12 weiße Marmorsäulen im korinthischen Stil getragen. Decken, Wände und Unterseiten der Stockwerke sind mit Gemälden dekoriert. In der Südseite befindet sich der königliche Herrschaftsstuhl, der direkt vom Schloss aus zugänglich ist. Der barocke Altar reicht bis zur Decke und ist mit vier übereinander liegenden Gemälden versehen – wir sehen auf ihnen das Abendmahl, die Beweinung Christi, die Auferstehung und die Himmelfahrt. Die damalige Kronprinzessin und spätere dänische Königin Ingrid bestickte die Altardecke und ein Messegewand.

Öffnungszeiten der Schlosskirche:

Mi, Sa und So, 14.00 – 16.00 Uhr (April bis November)

Schloss Gråsten
Slotsbakken
DK-6300 Gråsten


Egernsund Ausflugtipp: Der Gendarmenpfad (Gendarmstien)

egernsund 1Der Gendarmenpfad ist ideal für Wandertouren. Er ist 74 Kilometer lang und führt durch eines der schönsten Landschaften von Dänemark – immer am Nordufer der Flensburger Förde entlang. Die dänische Landesgrenze wurde früher von Gendarmen bewacht, die die Küste abliefen. Mehrere Gendarmen teilten sich das Stück Küste zur Überwachung. Der Pfad beginnt in Høruphav, führt an Sønderskov und Sønderborg vorbei, weitere Stationen sind Dybbøl, Vemmingbund, Broagerland, Gråsten, Rinkenæs und Kollund.

Von Egernsund zum Ziegeleimuseum sind es auf dem Gendarmenpfad ca. 5 Kilometer. Hier ist der Pfad gekennzeichnet durch die Hochkonjunktur der Ziegelherstellung. Am Strand liegen unzählige Überbleibsel dieser Epoche. Mit viel Glück und Zeit können Sie noch einen der gelben Ziegel der Gegend finden, in die der Name der Ziegelei, die ihn hergestellt hat, eingeprägt ist. Ansonsten geht die Wanderung an kleinen Häfen vorbei, durch idyllische Wälder und immer mit Blick auf die Flensburger Förde. Auf der Höhe des Ortes Broager wird es hügelig. Besteigt man die Anhöhe Nejs Bjerg, hat man einen herrlichen Ausblick über die schöne Landschaft. In Richtung Süden ist schon der hohe Schornstein der Ziegelei Cathrinesminde zu sehen. Der Ziegeleibetrieb ist schon seit Jahren eingestellt, heute gibt es hier ein Ziegeleimuseum.

Weitere Informationen zum Gendarmenpfad finden Sie auf folgender Internetseite:
www.fjordregion.com

Zum Download der Wanderbroschüre


Egernsund Ausflugtipp: Ziegeleimuseum Cathrinesminde

egernsund 3In dem Ziegeleimuseum Cathrinesminde am Ufer der Flensburger Förde wird die Ziegel-Produktion anschaulich dargestellt. Anhand des großen Ringofens oder der langen Trockenscheunen kann man sich gut vorstellen, wie die Ziegel hergestellt wurden. Ein Blick in eine typische Arbeiterwohnung auf dem Gelände des Ziegeleimuseums erlaubt die Beschäftigung mit den damaligen Lebensbedingungen der Ziegeleiarbeiter. Besonders lebendig werden die Produktionsbedingungen und die ausgestellten Exponate bei einer der angebotenen Führungen. Wechselnde Ausstellungen zum Thema und ein geologisches Museum vermitteln weitere interessante Informationen.

Die Ziegelei Cathrinesminde kann auf eine lange Geschichte zurück blicken. 1732 wurde sie von zwei Hofbesitzern hier am Iller Strand gegründet. In der Anfangszeit wurden Ziegelei und Landwirtschaft parallel betrieben. 1880 erfolgte dann die Modernisierung der Ziegelei, nachdem sie vom Landwirtschaftsbetrieb abgetrennt worden war. Der Ringofen stammt aus der Zeit von 1890, ebenso die Anlegebrücke, von der man heute nur noch die Reste sieht.

egernsund 2Das war auch die Blütezeit der Ziegelproduktion in der Region. Von ca. 60 Ziegeleien an der Flensburger Förde gab es allein 8 Ziegeleien am Iller Strand. Die hohen Schornsteine prägten das Bild der Ufer. Bis in die Karibik wurden die roten und gelben Ziegel verschifft. In den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts stellten die meisten Ziegeleien ihren Betrieb ein, so dass Cathrinesminde 1937 als letzte Ziegelei am Iller Strand übrig blieb. 1968 stellte auch Cathrinesminde den Betrieb ein, denn die neueste Entwicklung der Tunnelöfen für die Ziegelproduktion konnte in der Ziegelei am Iller Strand nicht mehr umgesetzt werden. Heute finden wir am Nybøl Nor noch sieben Ziegeleien, die die bekannten Egernsunder Ziegel herstellen und vertreiben.

Öffnungszeiten:

Di – So, 10.00 – 16.00 Uhr (1.4. – 31.5. und 1.9. – 31.10.)
Di – So, 10.00 – 17.00 Uhr (1.6. – 31.8.)

Ziegeleimuseum Cathrinesminde
Illerstrandvej 7, Iller Strand
DK–6310 Broager
Fon (0045) 74449474
www.museum-sonderjylland.dk