Die Blaue Scheune wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut. Das niederdeutsche Fachhallenhaus wurde ursprünglich von einem Müller- und Bäckermeister bewohnt und fasste Scheune, Backstube und Wohnbereich unter einem Dach zusammen. Da es keinen Kamin gab und der Rauch durch Ritzen und Spalten im Dach abzog, wurde es Rauchhaus genannt. Es ist das letzte erhaltene Rauchhaus.
Um 1920 wurde das Gebäude von der Malerin Henni Lehmann erworben, die ihm auch seinen blauen Anstrich gab. In der Blauen Scheune fanden regelmäßig Ausstellungen des Hiddenseer Künstlerinnenbundes statt. 1950 wurde die Scheune von dem Maler Günter Fink gekauft.
Die Blaue Scheune ist zweimal wöchentlich in den Sommermonaten als Galerie geöffnet.
Öffnungszeiten:
Mi u. So 10.00 – 12.00 Uhr (nur in den Sommermonaten)
Im Haus Seedorn verbrachte Gerhart Hauptmann in den Jahren 1926 – 1943 die Sommermonate. Die Räumlichkeiten wurden nicht verändert. Ausgestattet sind sie mit Bildern und Skulpturen von Freunden und seines Sohnes Ivo. In der Ausstellung finden wir Informationen über das Leben und Werk von Gerhart Hauptmann.
Am Gerhart-Hauptmann-Haus entsteht ein neuer Eingangs- und Ausstellungspavillon, der 2012 anlässlich des 150. Geburtstages von Gerhart Hauptmann eröffnet werden soll. In diesem werden die Besucher dann eine moderne Dauerausstellung mit dem Titel "Literaturlandschaft Hiddensee" finden. Die Ausstellung zeigt den Nobelpreisträger im kulturhistorischen Kontext mit seinen ebenfalls auf Hiddensee künstlerisch tätigen Zeitgenossen. Auch werden Verfilmungen von Hauptmanns Stücken gezeigt.
Öffnungszeiten:
Täglich 10.00 – 17.00 Uhr (April – Oktober) Täglich 10.00 – 16.00 Uhr (November – März) Dezember – Februar auf Anfrage
Karusel (dänisch) nannte der Stummfilmstar Asta Nielsen ihr Haus. Der Grundriß entsprach einem Quadrat, von denen zwei gegenüberliegende Ecken stark abgerundet waren, so dass der Eindruck eines runden Hauses entstand. Daher rührt aller Wahrscheinlichkeit nach auch der Name, da der Bau einem Karussell ähnlich war. Direkt neben dem "Haus Karusel" am Seglerhafen befindet sich ein ähnliches Haus des selben Architekten.
Norderende 18565 Vitte/Insel Hiddensee
Hiddensee Sehenswertes: Heimatmuseum der Insel Hiddensee
Das Heimatmuseum ist der 1888 erbauten Seenotstation untergebracht. Diese finden Sie am Außenstrand von Kloster. Das Leben der Einheimischen, wie es früher war und wie es jetzt ist, wird vorgestellt. Sie finden Themen wie die Entstehungsgeschichte der Insel, den Küstenschutz, das Zisterzienserkloster sowie die einheimische Flora und Fauna. Das wertvollste Ausstellungsstück des Heimatmuseums ist jedoch eine Nachbildung des „Hiddenseer Goldschmucks“, der 1872 auf Hiddensee gefunden wurde. Bei dem gefundenen Goldschmuck handelt es sich um eine Wikingerarbeit aus dem 10. Jahrhundert. Das Original befindet sich im Besitz des Stralsunder Historischen Museums.
Öffnungszeiten:
Täglich 10.00 – 16.00 Uhr (April bis Oktober) Sa und So 11.00 - 15.00 Uhr (November bis März)
Kirchweg 1 18565 Kloster/Insel Hiddensee
Hiddensee Sehenswertes: Henni-Lehmann-Haus
Das Haus wurde 1907 von dem Architekten Paul Ehmig entworfen. Bis 1937 wurde es von der Familie Lehmann als Sommerhaus genutzt. 1937 – 1991 befand sich das Rathaus der Insel in dem Gebäude. Danach wurde die Bibliothek hier untergebracht. Nach einer Renovierungsphase von 1997 – 2000 bietet das Haus jetzt Raum für Bibliothek, Ausstellungen und Veranstaltungen. Seit dem Jahr 2000 heißt es Henni-Lehmann-Haus. Henni Lehmann war Hiddenseer Malerin, Musikerin und Dichterin.
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 16.00 – 18.00 Uhr (April – Juni) Mo – Fr 15.00 – 18.00 Uhr (Juli – September) Mo – Fr 16.00 – 18.00 Uhr (Oktober)
Wiesenweg 2 18565 Vitte/Insel Hiddensee
Hiddensee Sehenswertes: Kirche Hiddensee
1296 wurde auf Hiddensee ein Zisterzienserkloster auf Hiddensee gegründet. Am Rande des Klostergeländes entstand 1332 die Inselkirche für die Fischer und Bauern der Insel. Die Kirche erhielt über die Jahrhunderte mehrere Anbauten und Einrichtungen.
Aus dem Jahr 1475 stammt die Grabplatte für Johannes Runnenberg, der als Klosterabt im Kloster lebte. Um 1700 erhielt die Kirche den Eingangsteil mit Glockenstuhl. 1702 erhielt der Glockenstuhl die kleine Glocke. 1780 wurden Taufständer, Taufengel und Kanzelaltar angeschafft, zu der Zeit entstand auch das Tonnengewölbe. 1922 bekam das Tonnengewölbe die Rosenbemalung vom Kunstmaler Nikolaus Niemeier. Die Orgel ist ein Instrument der Orgelbaufirma Schuke aus Potsdam, die 1943 eingebaut wurde. 1964 wurde nach Entwürfen der Technischen Universität Dresden die blauweiße Ausmalung angebracht. 1993 wurde nach den Vorlagen der kleinen Glocke die heutige große Glocke gegossen.
„Uns Tauflucht“ heißt übersetzt „Unsere Zuflucht“. Hierbei handelt es sich um ein Gemeindehaus aus dem Jahre 1987 mit einer schlichten Holzausstattung und einfacher Einrichtung. Wir finden einen Altartisch mit darüber hängendem Kruzifix („Der Schmerzensmann“), eine kleine Truhenorgel der Potsdamer Orgelfirma Schuke, ein Wandbehang aus Indien und ein gesticktes Vaterunser in holländischer Sprache. Im Vorraum steht ein Halbschalen-Zeesboot. Die Schlichtheit des Gemeindehauses verbreitet eine beeindruckende Ruhe.