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Spuren des Klimawandels in Nord- und Ostsee

Am 12. März 2007 fand in Hamburg die Fachkonferenz „Globaler Klimawandel und regionale Auswirkungen in Norddeutschland“ statt, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie, der Universität Hamburg, dem GKSS-Forschungszentrum sowie dem Deutschen Klimarechenzentrum veranstaltet wurde, und der Fragestellung nachging, inwieweit wissenschaftliche Beobachtungen zur Grundlage konkreter Handlungsoptionen gemacht werden können.

Langzeitbeobachtungen des BSH zeigen, dass bereits seit 1993 ein kontinuierlicher Temperaturanstieg in der Nordsee zu erkennen gewesen ist. Mit durchschnittlich 0,13 Grad/Jahr sind die Temperaturen seitdem angestiegen um inzwischen insgesamt 1,7 Grad. Rekordwerte wurden im Herbst 2006 in der Nordsee festgestellt – der Oktober lag mit 14,2 Grad um 2,4 Grad über dem langjährigen Mittel. Der BSH-Wissenschaftler Dr. Hartmut Heinrich machte am Montag in seinen Ausführungen klar, dass die Nordsee sich anhaltend seit 1988 in der längsten und intensivsten Warmphase seit Beginn der Messungen im Jahr 1873 durch die Biologische Anstalt Helgoland befindet und sich der globale Klimawandel bereits in der Nordsee auswirkt.

Die Folge ist eine spürbare Veränderung des Zustandes der Nordsee, falls die ungewöhnlichen hohen Temperaturen des Spätsommers und die nachfolgenden starken Winterstürme eine Folge des Klimawandels sein sollten. Dieses bleibt sowohl für die wirtschaftliche Nutzung der Meere als auch für die Ökosysteme nicht ohne Konsequenzen, betonte Heinrich.

Der Wissenschaftler Heinrich sieht in den Beobachtungsdaten des BSH zur Überwachung des Meereszustandes auch eine große volkswirtschaftliche Bedeutung, denn die durch Modellrechnungen zu ermittelnden regionalen Szenarien müssen durch Messungen im Meer bewertet werden. In einem weiteren Schritt können dann Anpassungsstrategien für Schifffahrt, Offshore-Wirtschaft und Küstenschutz entwickelt werden.

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Weitere Informationen zum Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie:
www.bsh.de

(15. März 2007)

 

 

 

 

 
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