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Die Wetterwarte des DWD am Beispiel Rostock-Warnemünde

Die Wetterwarten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind mit Fachpersonal besetzte meteorologische Stationen. Neben den Wetterwarten betreibt der DWD Wetterstationen. Diese arbeiten im Gegensatz zur Wetterwarte vollautomatisch, d.h. eine Wetterstation ist nicht mit Personal besetzt. An die Wetterwarten ist ein Klimagarten zur Erfassung der Messdaten angegliedert. Neben der Verarbeitung der im Klimagarten erfassten Messdaten gibt eine Wetterwarte Auskünfte über das aktuelle Wetter, und vielfach werden Wetterberatungen für spezielle Kunden, wie z.B. Fischer oder Veranstalter, angeboten.

Im Messnetz des DWD gibt es 175 hauptamtliche und rund 2000 nebenamtliche Stationen. Damit ist das Messnetz des DWD eines der größten und dichtesten Messnetze zur Beobachtung des Wetters und Klimas weltweit.

Der Klimagarten einer Wetterwarte ist ein Messfeld mit einer meteorologischen Messstation. Das Aussehen eines Klimagartens orientiert sich an den Vorgaben der WMO (World Meteorological Organization). Die Klimahütte für synoptische Beobachtungen befindet sich genau zwei Meter über dem Erdboden auf einem Träger. Der Regenmesser im Klimagarten ist in einem Meter Höhe angebracht, die einzelnen Erdboden-Thermometer finden wir in 5, 10, 20, 50 und 100 cm Tiefe. Das Erdbodenminimumthermometer steht auf einer Halterung in 5 cm Höhe über dem Erdboden. In 10 Meter Höhe auf einem Mast wird in Form einer Wildschen Windfahne oder eines Anemometers der Wind gemessen. Weitere Messvorrichtungen gibt es für die Messung der Sonnenscheindauer (Autograph) und zur Messung der Globalstrahlung.

Im Raum Rostock wurde mit den systematischen Wetteraufzeichnungen bereits im Jahre 1832 begonnen. An der ältesten Universität Norddeutschlands in Rostock beobachtete damals ein Professor das Küstenwetter in der Gegend. Diese Wetteraufzeichnungen, die auf drei Messungen täglich basierten, gehören zu den ältesten regelmäßigen Wetteraufzeichnungen in Mecklenburg-Vorpommern. Gemessen wurden Lufttemperatur, Luftdruck und Niederschlagsmenge. Besonders diese langen Beobachtungsreihen sind heute bei der Einschätzung des Klimawandels von unschätzbarem Wert. Seit 1946 wurden die Messungen dann in Warnemünde durchgeführt. Heute gehört die rund um die Uhr mit Personal besetzte Wetterwarte Rostock-Warnemünde zum Deutschen Wetterdienst (DWD). Messungen finden inzwischen im Minutentakt statt.

Die Wetterwarte Rostock-Warnemünde ist das einzige Dünenmessfeld an der deutschen Ostseeküste. Es kommt vor, dass bei ungünstigen Windverhältnissen das Areal mit den Messinstrumenten vom Dünensand zugeweht ist und von den Wetterbeobachtern aus Warnemünde-Rostock erst frei geschaufelt werden muss.

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